Mittelständisches Unternehmen mit Fluktuationsproblem
Gute Zahlen nach außen, steigender Krankenstand nach innen.
Ein produzierendes Unternehmen, gewachsen, gut aufgestellt am Markt. Intern aber: ein Krankenstand, der über zwei Jahre kontinuierlich gestiegen war, Fluktuation in den Schlüsselfunktionen, Exit-Gespräche, in denen immer wieder dieselben Stichworte fielen. Die Geschäftsführung wusste, dass etwas nicht stimmte, hatte aber kein Verfahren, um es strukturell zu fassen.
Wir sind mit einer Risiko- und Kulturdiagnose eingestiegen. In strukturierten Interviews und einer anonymen Befragung wurde sichtbar, was die Zahlen schon angedeutet hatten: eine Führungslinie, die Konflikte über Jahre verschleppt hatte, fehlende Meldewege bei Übergriffen, eine HR-Abteilung, die Beschwerden auffing, aber keine Verfahren hatte, um sie in Konsequenzen zu übersetzen.
Heute steht dort ein Gewaltpräventionskonzept, das beides adressiert. Verhaltensleitlinien, eine arbeitsfähige Meldestelle, Schulungsformate für Führungskräfte und HR, eine externe Ansprechstelle und regelmäßige Supervision für die internen Vertrauensleute. Die Verfahrenskette ist Bestandteil der Personalstrategie geworden.
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